Wetzlarer Freibad-Streetworker-Projekt
| Projektart | Streitschlichten und interkulturelle Elemente im Gemeindeaufbau |
| Projektleiter | Harald Würges |
| Träger | Evangelische Kirchengemeinde Niedergirmes |
| Kooperationspartner | Stadt Wetzlar, -enwag-Energie- und Wasser-AG, Wetzlar, Evangelische Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar, Polizeidirketion Mittelhessen, Ausländerbeirat der Stadt Wetzlar |
| Projektbeschreibung | Während eines begrenzten Zeitraumes (Sommerferien) an einem eingegrenzten Ort (Freibad Domblick Wetzlar) mit geschulten ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden (aus Wetzlar und Umgebung) mit gemsicht-ethnischen Hintergrund (als "gemischte Teams") deeskalierend (was die Gewalt angeht), fördernd (was die Beziehungen und Kontakte betrifft) und mit Spielanimation (Spieleausleih und Mitwirkung beim Regelspiel) die Besucher des Schwimmbads zu begleiten. Nach intensiver Vorbereitung sind während der Sommerferien jeweils 2 Teams a 2 Leute als Streitschlichter und 2 Leute als Spielanimateure im Schwimmbad tätig.Von 14-19 Uhr sind sie im Freibad präsent. Als gemsicht-ethnische Teams sind sie ihre eigene Praxisgruppe und vermitteln auf diese Weise den interkulturellen Ansatz durch sich selbst. Angeleitet werden sie durch ein Team ebenfalls ehrenamtlich tätiger Junger Erwachsener (peer group), die die Streetworker bei ihrem Einsatz im Bad begleiten, sie fortbilden als selbst als Beispiel die Tätigkeiten mit den Streetworkern einüben. Ziel ist es durch Kontakte und Bekanntmachen bei Jung und Alt im Freibad sowie durch Spielangebote eine Beziehungsebene aufzubauen, die möglichen Zugang bei Auseinandersetzungen ermöglicht. Bei Auseinandersetzungen aktiv - ohne Anwendung von Gewalt, durch mediative Elemente zu schlichten. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist dabei die Kompetenz der Streetworker, die viele Kontakte zu den Besucher haben oder selbst aus Cliquen stammen, die auffällig geworden sind. "Grenzen setzen und Räume öffnen" ist das Motto der Streetworkerarbeit, die über aktive Beziehungsarbeit und interkulturelle Kompentenz ein eigenes Lernfeld darstellt. |
| Zielgruppe | Streetworker: Jugendliche ab 16 Jahren. Sie kommen aus Stadtteilen und kirchengemeindlicher Arbeit mit hohem Migrationsanteil und üben auf diese Projektweise das miteinander leben und akzeptieren ein. Während des restlichen Jahreskreises arbeiten viele von ihnen im Bereich offener Jugend- und Projektarbeit in Wetzlarer Kirchengemeinden aber auch in kommunalen Jugendtreffs mit. Schwimmbadbesucher: in der Sommerzeit vor allem Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder sozial und finanziell schwache Familen, die sich keinen Urlaub leisten können. Verantwortliche in Kirche und Kommune: damit sie den Ansatz und die Kompetenz interkulturellen Arbeitens würdigen lernen. die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar: Modellprojekt des interkulturellen Lernen und der Friedensarbeit |
| Ziele des Projektes | - Junge Leute aus den Gemeinden und Stadtteilen den "Geruch" von gewaltfreiem Leben und Handeln nahezubringen. - Streit schlichten zu lernen mit neuen, friedfertigen Methoden und Formen - den Besuchern des Bades und der Öffentlichkeit vorzuleben, das miteinander leben zwischen den Kulturen eingeübt werden kann und muss. - gemischt-ethnisches Arbeiten als Lernfeld für die Gemeinden einzuführen und zu verankern. - diese Erfahrungen nutzbar zu machen durch Nachfolgeangebote für Gemeinden, die sich stark in interkulturellem Arbeiten machen möchten. - Grundlagen gewaltfreien Handelns als Lernfeld für die Gemeinden und stadtteilorientiertes Arbeiten praktisch einzubringen. - Jungen Erwachsenen, die das Projekt leiten Verantwortung zu übergeben und sie dabei zu begleiten. |
| Vorbereitungsdauer | jeweils die 6 Wochen der Sommerferien |
| Vorbereitungszeit | Start im Januar eines jeden Jahres mit Vorbereitungs-Schulungen,Mediations-Seminaren und Spielseminaren von Januar bis zum Ferienbeginn (etwa 6 Abentermine); Kompakt-Schulungswochende (3 Tage) in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof in Solingen mit Fachbegleitung; Kollegiale Beratung während des Einsatzes an regelmäßigen wöchentlichen Terminen; Nachbereitung durch Auswertungs-Gespräche in der GRuppe und mit den Partnern des Projektes. |
| Voraussetzungen | Mindestalter 16 Jahre; die Verpflichtung, gewaltfrei Krisen und Streit zu schlichten; an den Schulungen teilzunehmen; in gemischt-ethnischen Teams zu arbeiten; sich durch die "Teamer" (Peergroup) begleiten und anleiten zu lassen; |
| Projektverlauf | Januar: Einladung zum Streetworker-Projekt an Jugendliche ab 16 Jahren Januar bis Juni: etwa 6 Schulungen zum Kennenlernen, Vorstellen und Einüben des Projektes (durch Rollenspiele, Spielepädagogik, Mediations-Elemente, etc.) Juni/Juli: Kompakt-Wochenende(Schulung, Teambildung und Mediations-Elemente) in der Evangelischen Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof, Solingen Juli, August: Täglicher Einsatz im Wetzlarer Freibad-Domblick als Streitschlichter und Spielanimateure; Regelmäßige kollegiale Beratung während des Einsatzes September: Auswertung, Nachbereitung, Schulung des Leitungsteams in Mediation, Spielepädagogik, etc. |
| Auswertung (Erfolg und Verbesserungsbedarf) | Auswertung und Nachbereitung - im Team aller Mitarbeitenden - durch Rückmeldungen der Gäste - im Team des Leitungskreises - mit den Kooperationspartnern - durch Begleitung eines ausgebildeten interkulturellen Mediators" - durch fachliche Weiterbildungen der Teamer |
| Kosten | ca. 6.500,-- Euro pro Jahr |
Kontakt
| Organisation/Träger | Evangelische Kirchengemeinde Niedergirmes |
| Ansprechpartner | Harald Würges |
| Adresse | Kirchstrasse 7 35576 Wetzlar |
| Telefon | 06441 3090629 , 0177 3909640 |
| h-wuerges(at)t-online.de | |
| Webseite/URL | ./. |
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