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Pais Deutschland

Träger: Jesus-Initiative e.V.Eingetragen am 30.06.2009
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Kategorie
ProjektartJugendarbeit in Schule und Gemeinde
ProjektleiterAndré Springhut
TrägerJesus-Initiative e.V.
KooperationspartnerZahlreiche Gemeinden und Schulen
ProjektbeschreibungWir bieten Angebote der Jugendarbeit dort an, wo Schüler den größten Teil ihrer Zeit verbringen: an Schulen. Unsere Angebote reichen über die ganze Palette, was man an pädagogischen Dingen an Schulen tun kann. („Alles außer Mathe“ – wir sind nicht für den eigentlichen Unterricht da):

Mitarbeit an Ganztagsangeboten
AG´s am Nachmittag
Frühstückstreffs
Pausenangebote
Mädchen- und Jungenclubs
Hausaufgabenhilfe
Konflikttrainingseminare
Unterrichtsassistenz
Berufsberatung
Ansprechpartner / Seelsorge
und vieles andere mehr

Unsere Angebote richten sich nach den konkreten Bedürfnissen von Schülern und den aktuellen Fähigkeiten der Mitarbeiter. Es geht dabei weniger darum „einmalige Highlights“ zu veranstalten, sondern um eine regelmäßige Präsenz an Schulen Woche für Woche.
Unsere optimale Rolle an Schulen ist dabei eben nicht die eines Lehrers oder die eines Sozialarbeiters, sondern die eines „großen Bruders“ oder einer „großen Schwester“, die im Alltag einfach dabei ist bei den kleinen und großen Sorgen und Freuden und ihren kleinen Geschwistern hilft. Sei es bei den Hausaufgaben, sei es bei Konflikten, sei es durch Freizeitangebote.

Die Idee des Pais: Projektes ist es, dass jeder Mitarbeiter sowohl in der Schule arbeitet (zu etwa 80%) wie auch in der Jugendarbeit der Gemeinde (zu ca. 20%). So geschieht eine natürliche Verknüpfung von Schule und Gemeindejugendarbeit.

Das Pais: Projekt setzt vor allem junge Erwachsene im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres ein, gerade um eben wirklich die „große Schwester“ sein zu können.

Das Pais: Projekt wurde 1992 in Manchester gegründet und gibt es ab dem nächsten Schuljahr in acht Städten (Neumünster, Freiburg, Hildesheim, Greifswald, Dresden, Krefeld, Bochum, Parchim ) und sieben Ländern (Deutschland, Großbritannien, Kanada, USA, Thailand, Ghana, Polen).

Das Pais: Projekt entwickelt sich vor allem durch das freiwillige Engagement junger Menschen in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr und darüberhinaus. Es ist eine Bewegung junger Menschen für junge Menschen.
ZielgruppeSchüler und Schülerinnen aller Altersgruppen.
Ziele des ProjektesSchulen befinden sich in einem massiven Veränderungsprozess. Schule wird durch neu entstehende Ganztagsangebote immer mehr zum Mittelpunkt junger Menschen nicht nur am Vormittag, sondern auch am Nachmittag.

Damit tritt Schule als "neuer Player" in Konkurrenz zu bestehenden Jugendarbeiten in Kirchengemeinden. Zum einen haben Kinder und Jugendliche gar nicht mehr die Zeit an Gemeindeangeboten teilzunehmen, zum anderen steht die Schule auch in Konkurrenz darum, Mitarbeiter für ihre Nachmittagsangebote zu finden.

Wenn Gemeinden sich jedoch an Schulen engagieren haben sie (oftmals sogar erstmals) die Chance junge Menschen aus jedem kulturellen, religiösen, nationalen und soziologischen Hintergrund anzusprechen.

Schule wird die Jugendarbeit so oder so verändern. Die Frage ist, ob wir das als Chance oder Gefahr begreifen. Pais Deutschland ergreift die Chance und gestaltet den Veränderungsprozess an Schulen aktiv mit und erschließt den Gemeinden neue Zielgruppen.
VorbereitungsdauerJährlich
VorbereitungszeitDie jungen Erwachsenen werden an 35 Seminartagen pro Jahr auf ihre Arbeit an Schulen und Gemeinden vorbereitet. Zusätzlich gibt es 10 Seminartage für Teamleiter und Leiter.
VoraussetzungenDas Pais: Projekt arbeitet nicht selbstständig, sondern im Auftrag von lokalen Kirchengemeinden, optimalerweise der örtlichen Evangelischen Allianz. Bei der Vorbereitung auf ein neues Pais: Team geht es daher vor allem Dingen darum, Gemeinden für das Anliegen von Pais zu gewinnen. Dabei müssen die Gemeinden eine geistliche Heimat für die jungen Erwachsene bieten und sie auch finanziell versorgen. (Taschengeld, Unterkunft, Verpflegung). Der Zugang zu den Schulen ist i.d.R. sehr einfach, weil sie einfach einen großen Bedarf an ehrenamtlichen Helfern haben.
ProjektverlaufDie jungen Erwachsenen werden für ein Jahr in einer Stadt in einem Team eingesetzt. Für ihre Aufgaben werden sie zum Anfang über 2,5 Wochen in Seminaren geschult und erhalten im November, Februar, Mai und Juli noch einmal je 5 Tage Training und „Refresher“. Im Anschluß an das Jahr haben sie die Möglichkeit für ein weiteres Jahr ein Team zu leiten oder Leitungsaufgaben zu übernehmen. Alle zwei Wochen hat jeder ein persönliches Mentoringgespräch.

Eine Schulwoche verläuft so, dass das Team sich zweimal wöchentlich zu einer längeren Teamzeit treffen, wo sie begleitet und trainiert werden. Daneben haben sie tägliche Andachtszeiten und Vorbereitungszeiten im Team. Dann gehen sie zu ihren meist festen, wöchentlichen Angeboten an den Schulen und der Gemeinde.
Auswertung
(Erfolg und Verbesserungsbedarf)
Pais - das sind unzählige Begegnungen mit Schülern. Jede Woche alleine in Deutschland mehr als 1400 Begegnungen mit Schülern in 168 Angeboten und 240 Angebotsstunden. Eine Begegnung dauert durchschnittlich 1 h 20 min.

Pais ist eine wachsende Bewegung junger Menschen, die den Nerv der Zeit getroffen hat und gesellschaftliche Probleme anpackt. (Wie sieht die Schule und die Jugendarbeit von morgen aus?).

Pais wird einerseits von immer mehr Städten und Gemeinden angenommen und vertieft sich andererseits immer mehr in den bestehenden Städten. So führen wir in der Gründungsstadt Neumünster drei komplette Ganztagsangebote durch und sind etwa an einer Schule Montags bis Donnerstags von 7:30 h – 15:00 h da.

Pais steht aber auch dafür, dass jungen Menschen ihr Projekt nicht vorgesetzt wird, sondern dass sie es mitgestalten und mitleiten dürfen. Dabei sind sie international vernetzt. Dass es die jungen Erwachsenen begeistert, merkt man daran, dass im nächsten Jahr 15 Menschen nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr ein zweites oder drittes Jahr im In- und Ausland zu machen. Dabei gründen sie mittlerweile eigenständig Teams in neuen Ländern (Polen) und Städten.

In sechs Jahren haben wir uns als Partner der Schulen fest etabliert und verankert. Dennoch gibt es etwas, was uns bisher noch nicht gut gelungen ist:
Die Integration von Schülern in die Gemeinden. Gerade weil wir ganz neue Gruppen von Kindern und Jugendlichen ansprechen, merken wir, wie verschieden die Welt von Schule und Gemeinde ist. Da sind verschiedene Kulturen und Verhaltensweisen, die es einem Neuen schwer machen, Anschluß in einer Gemeinde zu finden.
Als Konsequenz haben u.a. wir eine Gemeinde unterstützt einen offenen Stadtteiljugendtreff zu gründen und legen unseren Schwerpunkt jetzt darauf, die Brücke zwischen Schule und Gemeinde zuende zu bauen.
Kostenca. 15.000 Eur pro Jahr und Team
Kontakt
Organisation/TrägerJesus-Initiative e.V.
AnsprechpartnerAndré Springhut
AdresseLornsenstrasse 13a
24534 Neumünster
Telefon04321 /334 7 685
Emailvision(at)paisdeutschland.de
Webseite/URLwww.paisdeutschland.de
Kategorie
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